Die Uhrzeit macht das Bild
Das beste Licht gibt es in der letzten Stunde vor Sonnenuntergang. Am Ostufer bei Chieming versinkt die Sonne direkt im Wasser, im Hochsommer gegen halb neun. Ja, das ist spät. Es lohnt sich trotzdem, und zur Not fängt man eben mit dem Abendessen früher an.
Ost oder West
Vom Ostufer aus geht die Sonne über dem See unter. Am Westufer bei Prien steht sie abends hinter dem Land, dafür färbt sich drüben der Alpenkamm. Beides gibt gute Bilder, aber verschiedene. Sagt uns, welche Stimmung ihr euch vorstellt, dann schlagen wir das Ufer vor.
Zur Ausrüstungsfrage
Bequeme Schuhe für die Wege, die schicken könnt ihr am Spot anziehen. Am See läuft man mehr, als man denkt, über Kies, Stege und Wiesen. Ein zweites Outfit kann mit, muss aber nicht.
Der Wind gehört dazu
Am Wasser weht fast immer etwas. Offene Haare und fließende Stoffe leben davon, also lasst es zu, statt dagegen anzukämpfen. Die Bilder mit Bewegung sind hinterher fast immer die, die gerahmt werden.
Und bitte: keinen Zeitdruck
Plant 90 Minuten ein. Nicht, weil das Fotografieren so lange dauert, sondern weil die guten Momente entstehen, wenn niemand auf die Uhr schaut. Ein Eis zwischendurch zählt dabei ausdrücklich zum Programm.